26. Okt. 2026

Wärmerückgewinnung bei Kälteanlagen: Abwärme sinnvoll nutzen

Firefly Gemini Flash Realistisches Foto einer industriellen Kälteanlage mit Wärmerückgewinnung in einem Te 247701 (1)

Die Heizperiode beginnt, und in vielen Betrieben läuft die Kälteanlage trotzdem unverändert weiter. Wärmerückgewinnung bei Kälteanlagen nutzt genau das: Sie fängt die Abwärme aus dem Kühlprozess auf und macht daraus Heizwärme oder Warmwasser. Das senkt Ihre Heizkosten, ohne dass Sie zusätzliche Energie einkaufen müssen.

Was ist Wärmerückgewinnung bei Kälteanlagen?

Jede Kälteanlage erzeugt am Verdichter und Kondensator Abwärme. Ohne Wärmerückgewinnung geht diese Energie ungenutzt an die Umgebung verloren – die Anlage kühlt, aber die dabei entstehende Wärme verpufft ins Freie oder in die Umluft.

Zwei Temperaturniveaus lassen sich für die Rückgewinnung nutzen. Niedertemperaturwärme entsteht bei der Kondensation des Kältemittels, im Bereich von 25 bis 35 Grad Celsius. Sie umfasst die gesamte Abwärme aus Kühlprozess und Verdichterleistung. Reicht dieses Temperaturniveau für Ihren Bedarf nicht aus, hebt eine nachgeschaltete Wärmepumpe die Temperatur weiter an.

Hochtemperaturwärme stammt aus der Enthitzung des überhitzten Kältemitteldampfes, bevor er kondensiert. Sie erreicht 70 bis 80 Grad Celsius und eignet sich damit direkt für Warmwasser. Allerdings macht sie nur rund 15 Prozent der gesamten Abwärme aus – den größten Teil liefert immer die Niedertemperaturstufe.

Wie viel Abwärme lässt sich wirklich nutzen?

Der nutzbare Anteil hängt vom Anlagentyp und vom Zeitpunkt der Umsetzung ab. Rüsten Sie eine bestehende Kälteanlage mit Wärmerückgewinnung nach, gewinnen Sie bis zu 30 Prozent der Kälteleistung als Wärme zurück – bereits ohne größeren Eingriff in den bestehenden Kältekreislauf.

Planen Sie die Wärmerückgewinnung von Anfang an in eine neue Kälteanlage ein, ist theoretisch bis zu 100 Prozent der Abwärme nutzbar. In der Praxis heizt die Anlage damit Wasser in isolierten Speichern auf 60 bis 65 Grad Celsius auf. Diese Temperatur reicht für die Spülküche, für Reinigungsprozesse im Betrieb oder zur Unterstützung Ihrer bestehenden Heizungsanlage. Sie ersetzt in vielen Fällen keine komplette Heizung, entlastet sie aber spürbar – gerade bei hohem Warmwasserbedarf.

Für wen lohnt sich Wärmerückgewinnung besonders?

Besonders interessant ist die Lösung für Betriebe, deren Kälteanlage ganzjährig durchläuft. Dazu zählen Metzgereien, Bäckereien, Gastronomiebetriebe und der Lebensmitteleinzelhandel. Kühlräume, Kühlzellen und Schockfroster erzeugen konstant Abwärme – unabhängig von der Jahreszeit und unabhängig davon, ob draußen gerade geheizt oder gekühlt werden muss.

Genau diese Betriebe betreuen wir bei Biermann seit Jahrzehnten mit maßgeschneiderten Kälteanlagen. Wärmerückgewinnung ist dabei fester Bestandteil unseres Konzepts für intelligente Lösungen im Lastmanagement – zusammen mit einer Kälteanlage, die exakt auf Ihre Kühlleistung ausgelegt ist.

biermann-kaelte.de/kaeltetechnik

Auch für Betriebe mit Tiefkühllagerung oder Reiferäumen lohnt sich ein Blick auf die eigene Abwärme: Je größer die Kälteleistung, desto mehr Energie steht potenziell für die Wärmenutzung zur Verfügung.

Herbst: der richtige Zeitpunkt für die Planung

Der Herbst ist ein guter Moment, um das Thema anzugehen. Die Heizperiode beginnt, und Ihre Kälteanlage läuft ohnehin auf vollen Touren – die Abwärme ist also bereits da, sie wird nur noch nicht genutzt.

Wer die Nachrüstung jetzt plant, spart über die kommenden Wintermonate spürbar Heizkosten. Gleichzeitig bleibt genug Zeit für Projektierung und Montage, bevor im nächsten Sommer wieder die Kühlleistung im Vordergrund steht und Kapazitäten bei Fachbetrieben knapper werden.

Fazit

Wärmerückgewinnung macht aus einer Kälteanlage ein System, das gleichzeitig kühlt und heizt. Von der ersten Analyse Ihrer bestehenden Anlage über die Planung bis zur Montage begleiten wir Sie bei Biermann durch jede Projektphase.

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